Blog zum Thema Haut­ge­sund­heit und Haut­krebs­vor­sorge
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KI in der Dermatologie

Inhalte

OA Dr. Michael Tripolt, MPH, Dermatologie und Venerologie

Studium der Medizin an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Cambridge University (Abschluss in Humanmedizin 1999 und Public Health 2005). Facharztausbildung an der Univ. Klinik Graz (Abschluss der Chirurgie 2006, Abschluss der Dermatologie 2012).

Führende Ärzte und Forscher sind sich einig, künstliche Intelligenz (KI) wird die Medizin in der nahen Zukunft grundlegend verbessern. Mit medizinischen KI-Systemen wird die Versorgung der Patienten noch menschlicher, gerechter und vor allem effizienter. Ärzte können sich durch die Unterstützung der KI noch besser um den Patienten kümmern und das Gesundheitssystem verbessern.

Künstliche intelligenz kann die Patientenversorgung revolutionieren, insbesondere durch die Verbesserung der Sensibilität und Genauigkeit des Screenings von Hautläsionen, einschließlich bösartiger Erkrankungen.

Wie genau funktioniert KI in der Dermatologie?

KI Algorithmen können riesige Mengen an Daten viel schneller und genauer verarbeiten als es der Mensch kann. Dieses System funktioniert optimal für repetitive Aufgaben wie zum Beispiel die Analyse von Bildern.

Riesige Datenmengen werden von der KI selbständig untersucht und nach Auffälligkeiten, Abweichungen oder Gemeinsamkeiten untersucht. Ein weiterer Vorteil der künstlichen Intelligenz ist, dass sie sich der selbstlernende Algorithmus andauernd verbessert und optimiert. Sprich, mit je mehr Daten die KI gefüttert wird, desto genauer wird sie.

Bestätigt wird diese Theorie von zwei Studien, bei denen KI-Systeme bei der Klassifizierung von Hautkrebs untersucht wurden.
Das Fachmagazin Nature publizierte einen Studie aus Stanford, bei der KI Algorithmen Hautkrebs ähnlich kompetent oder sogar besser erkennen konnte wie Dermatologen.

In eine weiteren Studie der Universitätsklinik Heidelberg durfte die KI gegen 157 Dermatologen antreten.

Das Ergebnis der Studie überzeugt:

die KI war bei der Erkennung von verschiedenen Hautkrebsarten besser als 136 der 157 Dermatologen.

In beiden Studien wurde die KI mit tausenden von Bildern trainiert und musste danach in einem Daten Set zwischen schwarzen Hautkrebs, weißen Hautkrebs und gutartigen Muttermalen unterscheiden. Dabei wurde jeweils die Sensibilität und Spezifität der KI im Vergleich zu den Hautärzten untersucht.

Diese Studien zeigen das gewaltige Potential der Technologie bei der Unterstützung von Allgemeinmedizinern und Dermatologen bei der Einschätzung zwischen gut- oder bösartigen Hautveränderungen.

In der Fachsprache wird die Zusammenarbeit aus Arzt und Algorithmus Human-in-the-loop genannt.

Bessere medizinische Versorgung

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Versorgung der Patienten durch KI-Systeme verbessert werden. Es gibt eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von Ärzten und die hohen Kosten der medizinischen Ausgaben.

Dies könnte besonders für ländliche Gemeinden von Bedeutung sein, in denen Überweisungen zum Dermatologen schwierig sein können.

In den letzten Jahren wurden einige Smartphone Apps zur Diagnose von Hautkrebs auf den Markt gebracht. Die Apps verwenden KI und bieten oft eine sofortige Risikobewertung der Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Hauterkrankung, so dass die Personen einen Arzt aufsuchen, um eine detaillierte Bewertung der Läsion vorzunehmen.

Statement des Experten

Dermatologe und Gründer der Smartphone App SkinScreener, Dr. Michael Tripolt, MPH, bestätigt, dass künstliche Intelligenz bei der Früherkennung von Hautkrebs viele Vorteile hat. Im folgenden Video spricht er darüber, ob Apps wie SkinScreener den Hautarzt ersetzen können.

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"Im Lauf meiner Karriere habe ich viele tragische Hautkrebsfälle auch von sehr jungen Patientinnen und Patienten gesehen. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass künstliche Intelligenz das Gesundheitssytem und die Patientenversorgung wesentlich verbessern kann. Die KI kann mit sehr hoher Genauigkeit den Hautkrebs nachweisen und bietet auch Menschen in ländlichen Orten und geringen finanziellen Mittel die Möglichkeit, bösartige Hautveränderungen früh zu erkennen."

Abschließend sei gesagt, dass Ärzte die KI nicht als potenzielle Bedrohung ihrer Fähigkeiten ansehen sollten, sondern dass sie in den kommenden Jahren eine Ergänzung der klinischen Praxis sein kann. Ein Verständnis der KI-Konzepte wird praktizierenden Allgemeinmedizinern und Dermatologen helfen, eine Entscheidungshilfe zu bieten, um sofortige Maßnahmen zu ergreifen.
In deiner Haut steckst du ein Leben lang!

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SkinScreener kann eine dermatologische Untersuchung nicht ersetzen.
SkinScreener stellt keine Diagnose und ist kein Ersatz für den regelmäßigen Besuch beim Hautarzt/bei HautärztInnen.
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